Psychologische Hilfe

PsychologInnen bieten Dienstleistungen in vielen verschiedenen Gebieten an. Grob zusammengefasst unterscheidet man Beratungen und Therapien.

Psychologische Beratung

Bei einer psychologischen Beratung wird in der Regel ein klar umrissener praktischer Sachverhalt ins Zentrum gerückt. Es handelt sich etwa um die Berufswahl, eine wichtige Entscheidung für die Zukunft, Erziehungsprobleme oder Lernschwierigkeiten oder berufliche Konflikte:

  • Die Abklärung einer Berufswahl
  • Karriereplanung
  • Klärung von Erziehungs- oder Lernschwierigkeiten
  • Regelung beruflicher Konflikte

Eine psychologische Beratung ist zeitlich befristet und dauert wenige Sitzungen (zwischen einer und etwa zehn Sitzungen)

Psychotherapie

Eine Broschüre zur Psychotherapie (Was ist sie? Wann hilft sie? Für wen ist sie? Wer bietet sie an?) finden Sie hier.

Der Begriff Therapie kommt aus dem Griechischen («therapeia») und heisst Behandlung, Pflege und Heilung. Psyche ist ebenfalls griechisch und bedeutet Seele. Psychotherapie dient also der «Heilung der Seele». Im Unterschied zu einer Beratung werden in einer Psychotherapie Fragestellungen und Krankheiten behandelt, welche die ganze Person betreffen. Seelisches Leiden zeigt sich in Form von Ängsten, depressiven Störungen, Zwängen, Abhängigkeiten, Beziehungsproblemen, etc.

  • Ängsten
  • Depressiven Störungen
  • Zwängen
  • Abhängigkeiten
  • Beziehungsproblemen usw

In einer Psychotherapie geht es um persönliche Veränderung, um neues Verhalten und neue Einsichten. Da eine solche Veränderung nicht in ein, zwei Gesprächen zu erreichen ist, dauert eine Therapie tendenziell länger als eine Beratung. Eine Kurztherapie erstreckt sich über etwa 10 bis 25 Stunden, eine mittellange über etwa 30 bis 80 Stunden, und eine Langzeittherapie ist grundsätzlich zeitlich nicht limitiert.

Wer bezahlt was?

Fragen Sie Ihre Psychologin / Ihren Psychologen gleich zu Beginn, allenfalls bereits beim telefonischen Erstkontakt, nach den Kosten der gewünschten Dienstleistung.

Zusatzversicherungen von Krankenkassen decken einen gewissen Kostenanteil an Psychotherapien von frei praktizierenden Psychotherapeuten ab. Damit Sie Ihre Therapie über die Zusatzversicherung abrechnen können, muss die Therapeutin/der Therapeut auf der so genannten «santésuisse-Liste» aufgeführt sein. Klären Sie im Voraus mit der Therapeutin/dem Therapeuten ab, ob dies der Fall ist, und mit Ihrer Krankenkasse, welchen Anteil diese für welche Anzahl Stunden übernimmt.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten von Psychotherapien, welche Ihnen von einer Ärztin/einem Arzt verschrieben wurde (sog. «delegierte Psychotherapie»). Das bedeutet, dass die Ärztin/der Arzt die Therapie an psychologische PsychotherapeutInnen, die bei ihr/ihm in der Praxis arbeiten, delegiert.

FachpsychologInnen für Psychotherapie, welche in einer Privatpraxis tätig sind, besitzen eine kantonale Praxisbewilligung.

Diese Informationen stammen zu einem grossen Teil von der Internetseite der Föderation Schweizer Psychologinnen und Psychologen, welche Sie unter folgender Adresse besuchen können: http://www.psychologie.ch